(lat.: Spange)
Die -> Beschneidung der äußeren weiblichen Geschlechtsorgane. Bei der Infibulation werden -> Klitoris und Schamlippen entfernt und anschließend die Scheide fast vollständig zugenäht. Die Beschneidung der Frau ist eine oft rituell in Afrika durchgeführte Verstümmelung der weiblichen Geschlechtsorgane. Menschen- und Frauenrechtsorganisationen verurteilen die Infibulation und versuchen sie zu unterbinden.
Deodorant für den Genitalbereich der Frau. Intimsprays zerstören den natürlichen Schutzmechanismus der -> Vagina und machen sie anfällig für Keime, Bakterien und Pilze.
(auch: Blutschande, die)
Geschlechtsverkehr (Koitus) zwischen nahen Verwandten. Inzest ist heute in allen heutigen Kulturen tabu und fast überall verboten.
(auch: Hymen, der)
Ringförmige Schleimhautfalte, die den Scheideneingang je nach Größe mehr oder weniger verschließt. In den meisten Fällen reißt das Jungfernhäutchen beim ersten Geschlechtsverkehr (-> Koitus) einer Frau. Darum gilt der Hymen in vielen Kulturen als Zeichen sexueller Unberührtheit. Allerdings kann das Jungfernhäutchen auch durch große Anstrengung (z.B. Sport) oder instrumentelle Manipulation reißen.
(auch: Vatsyayana Kamasutra; „Verse des Verlangens“)
Altindische Lehrschrift der Liebeskunst. Das Kamasutra gilt heute als einer der weltweit einflussreichsten Texte über Erotik und Sinnlichkeit. In zahlreichen Illustrationen beschreibt das Kamasutra zum Teil sehr verschlungene und komplizierte Stellungen, mit denen die Verbundenheit mit dem Partner gestärkt und der Lustgewinn gesteigert werden soll. Verfasst wurde es vermutlich zwischen 200 und 300 nach Christi von dem Bramahnen Mallanaga Vatsyayana.
Entfernung oder Zerstörung der Keimdrüsen (Hoden, Eierstöcke) durch Operation oder Bestrahlung. Eine Kastration führt bei der Frau zum sofortigen Erlöschen der Eierstocktätigkeit und leitet damit die Wechseljahre ein. Wird die Kastration im Kindesalter vollzogen, stagniert der männliche Kastrat (griech.: Eunuch) in seiner seelischen und körperlichen Entwicklung. In der Pubertät werden Stimmbruch, Wachstum der Geschlechtorgane, Körperbehaarung und Libido unterbunden oder gehemmt. Wird die Kastration später durchgeführt, treten diese Symptome in schwächerer Form auf.
(auch: Bräutigamsschmerzen, die; Blauer Hoden)
Schmerzen im Hodenbereich nach anhaltender -> Erregung oder ausbleibendem Samenerguss. Kavaliersschmerzen entstehen durch einen Blut- oder Samenstau im Hoden. Sie sind unangenehm, aber ungefährlich. Sie verschwinden nach einiger Zeit von alleine, auch wenn es nicht zu einem -> Orgasmus kommt. Dauern die Schmerzen längere Zeit an, sollte allerdings ein Arzt aufgesucht werden. Ähnliche Schmerzen können auch bei Frauen im Schambereich auftreten, wenn sie trotz sexueller Stimulation nicht zum Höhepunkt kommen. Für dieses Phänomen gibt es allerdings keine eigene Bezeichnung.






