Glossar

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(griech.= „Treppe“, „Leiter“, „Steigerung“. Auch: Höhepunkt, Klimax, Kleiner Tod) Der sexuelle Höhepunkt bei Frau und Mann. Kurz vor dem Orgasmus verstärkt sich die Durchblutung in den -> Genitalien. Während des Höhepunkts ziehen sich die Muskeln der Geschlechtsorgane rhythmisch und unwillkürlich zusammen, die sexuelle Spannung entlädt sich. Beim Mann gipfelt das Lusterlebnis meistens in einem Samenerguss (-> Ejakulation). Frauen erleben ihren Höhepunkt entweder klitoral (-> Klitoris) oder vaginal (-> Vagina). Die weibliche Ejakulation ist möglich, wird jedoch meist unregelmäßig erlebt. Der Ablauf des Orgasmus wird in verschiedene Erregungsphasen unterteilt: Erregungsphase (Dauer: Minuten bis Stunden), Plateauphase (Minuten), Orgasmusphase (Sekunden), Rückbildungsphase (Minuten bis Stunden), Erholungsphase.
Bezeichnung für das Vorspielen oder Vortäuschen des Höhepunktes beim sexuellen Akt. Die Orgasmuslüge entspringt oft einer großen Angst vor dem „Versagen“: Der -> Orgasmus gilt als das höchste Ziel des Liebesspiels, Männer und Frauen fühlen sich darum häufig verpflichtet dieses zu erreichen. Der legendärste aller vorgetäuschten Orgasmen ist in der US-amerikanischen Liebeskomödie „Harry&Sally“ zu sehen: in einem Restaurant demonstriert Sally (Meg Ryan) ihrem ungläubigen Freund Harry (Bill Chrystal) die Überzeugungskraft eines vorgetäuschten Orgasmus.
(lat. penetrare = eindringen, durchdringen) Im sexuellen Kontext bezeichnet Penetration das Eindringen des erigierten -> Penis in eine (Körper-)Öffnung.
(lat. = Schwanz, Glied) Bezeichnung für das männliche Geschlechtsorgan. Biologisch dient der Penis der Fortpflanzung. Bei sexueller -> Erregung versteift sich das Glied, um das Eindringen in die Vagina zu ermöglichen.
(lat. perversio = die Verdrehung, Umkehrung) Abnorme Form der Befriedigung. Bezeichnung für Personen, Objekte oder Handlungen, die von den gängigen Moralvorstellungen abweichen. Der Begriff Perversion beinhaltet heute meist eine negative Wertung oder Diskriminierung. Darum wird er inzwischen nicht mehr in der Sexualforschung verwendet.
Austausch sexueller Zärtlichkeiten ohne -> Geschlechtsverkehr. Durch Küssen, Streicheln und Liebkosen werden die -> Genitalien und andere -> erogene Zonen stimuliert. Im Gegensatz zur -> Masturbation gipfelt Petting nicht in einem -> Orgasmus. Nichtsdestotrotz besteht auch beim Petting die Möglichkeit einer Schwangerschaft da der Mann bereits vor dem eigentlichen Samenerguss eine Drüsenflüssigkeit ( Lusttropfen ) absondert, die durch Unachtsamkeit in die -> Vagina gelangen kann.-
(griech.: phallós = Penis) Bezeichnung für das erigierte männliche Glied. In kulturgeschichtlichen Zusammenhängen verwendet man das Bild des steifen -> Penis als Symbol für Kraft und Fruchtbarkeit.
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